Friedlich über der Stadt schweben – La Paz

Ein Busmarathon über Cochabamba nach La Paz, nachts um 2 Uhr komme ich an.

Aus der grünen Ebene hinauf auf fast 4000 Meter
Mittagspause in Pojo
Arbeitspause auf dem Busbahnhof in Cochabamba
Der Mais kommt auch noch in den Bus
Hauptverkehrsstraße

Die Hostels am Busbahnhof sind alle belegt, ich fahre mit einem Taxi Richtung Zentrum und lasse mich an einem Hostel absetzen. Nachts gewittert es, ich schlafe bis 8 Uhr, koche im Zimmer auf dem Campingkocher Kaffee und begebe mich auf Erkundungstour. Mit dem teleférico lässt sich die Stadt in den Bergen preiswert von oben besichtigen. Ich schwebe lautlos auf 4000 Meter, nur El Alto liegt höher. Eine grandiose Erfindung für den öffentlichen Nahverkehr. Schnell und sauber.

Am Mercado Camacho gibt es frischen Obstsalat mit Joghurt, Früchte und Brot.

Bolivianer löffeln Obstsalat im Markt

Die Stadt ist ein lebendiges Gewusel zwischen unzähligen kleinen Verkaufsständen, Laden, Märkten, Autos, Minibussen. Gegessen wird vorrangig auf der Straße. Eis, Huhn, Obstsalat, Gelatine aus Tüten, Süßes. Auf dem Hexenmarkt neben dem Hostel gibt es getrocknete Kräuter, getrocknete Lamas und obskure Artefakte für alle möglichen Rituale. Kräutermischungen,Tinkturen, Glücksbringer und Geldbeschwörer.

Im Zentrum vor dem Regierungsgebäude demonstrieren die Indigenen für ihre Rechte, ein Tumult bunter Kleider und Trachten. Die meisten essen Eis.

La Paz hat ein Müllproblem. An vielen Straßenecken liegen große Müllberge, es stinkt.

Etwas außerhalb der Stadt in einem sandbergartigen Tal, in dem Wohlhabende in eingezäunten Vierteln wohnen, liegt auf der Hochebene das Valle de la luna, ein Labyrinth durch skurrile Sandsteindrecktürmchen, in denen nur spärlich Kakteen wachsen und dennoch Vögel singen.

Zwei Millionen Menschen leben in La Paz. Ich habe keinen von ihnen näher kennengelernt. Ich fahre weiter nach Copacabana.

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