Hola Buenos Aires

Buenos Aires wirkt wie eine lose und zufällig zusammengewürfelte Architekturansammlung oder eine durch einen Krieg zerstörte und teilweise wieder aufgebaute Stadt.

Bei einem Spaziergang durch das Viertel Almagro unterscheiden sich die Straßen kaum voneinander. Hohe, niedrige, moderne, alte, dunkle, helle, breite, schmale, einfache, stuckverzierte Häuser reihen sich in stetiger, variierter Wiederholung aneinander, stapeln sich übereinander, schmiegen sich aneinander, verbunden durch wirr gespannte Stromleitungen und die durchweg stark befahrenen, behupten und begangenen Straßen. Die gute Luft Buenos Aires‘ bringt der omnipräsente Wind in die Stadt. Er streift durch die zahlreichen Bäume, die nicht nur die Alleen, auch die Avenidas und Calles säumen und der Stadt ein lebendiges Gesicht verleihen. In der ebenfalls etwas tristen Betonwüste dieser 14 Millionen Metropole lebt ein Drittel der Bevölkerung, Argentinien scheint unter Platzmangel zu leiden. Woran das liegt, versuche ich zu erkunden. Ich könnte mir vorstellen, dass Pampa und Berge nicht jedes Menschen Sache sind. Großflächig könnten auch Monsanto bespritzte Felder divers blühendes Leben verhindern. Vielleicht fehlt es auch an guter Luft im Rest des Landes. Vamos a ver – wir werden sehen.

Ein kurzer Film über die Architektur in Buenos Aires

Zwischen den eng bebauten Straßenblocks liegen eingezäunte Parks. Im wenigen Grün der Stadt ist Leben. Es gibt eingezäunte Bereiche für Kinder, für Hunde, für Sportler, für Erholung, für Unterhaltung. Inmitten des shoppinglastigen Recoleta liegt die Plaza Rodriguez Pena. In einer Ecke trinken Obdachlose Bier, daneben rauchen Jugendliche Gras auf den steinernen Sitzwürfeln vor einem Palast aus der Kolonialzeit. Unter einer goldenen Laterne liegt ein Drogenabhängiger in dreckigen Hosen in der Sonne. In der einen Hand eine Plastikflasche mit einer an Urin erinnernden Flüssigkeit, in der anderen Hand mehrere Packungen Taschentücher. Ein Vögelchen fliegt hinauf zur goldenen Laterne, ein Taschentuch im Schnabel. Als es ins Innere der Laterne fliegt, bleibt das Taschentuch an den goldenen Stäben hängen und segelt im Wind durch für Luft, landet neben einer jungen Frau inmitten ihrer Freunde, die gerade ihren Liebsten freudestrahlend begrüßt. Ein junger Mann setzt sich in die Sonne und liest, direkt neben ihm die Straße, auf der laut knatternd der Verkehr vorbeibraust. Ein Schwarm Tauben zieht Kreise über den Platz. Alle sind entspannt. Leben. Und leben lassen.

Und am Abend lassen wir den Tag gemütlich klassisch ausklingen..

Erste Tangostunde am zweiten Abend in Buenos Aires in einer kleinen privaten Tanzschule. Versteckt hinter einer schwarzen Metalltür, ein Klopfzeichen als Code. Wein, Empanadas und Tortilla zur Milonga nach dem Tanzunterricht.
Cooles praktisches Design in Hipster Palermo
Gentrificación
Treffpunkt Park
Partnerlook
Hunde-Socialising im Park Las Heras
Kein Knast. Das ist ein Krankenhaus. Da kommen Kranke raus. Oder rein?
Junggesellinnenabschied mit viel Dreck der Innenstadt
Holt die Tiere aus den Käfigen, stopft die Menschen hinein. Schuhkartons als Wohnraum, allerdings schon Luxusklasse.
Wachhund oder wacher Hund?
Architekturkreuzung auf mehreren Etagen
Zwei Eingänge und ein Busstopp.
Hier wird verdichtet, was noch zu verdichten ist.
Ja, ja, ja. Bunt!
Fassade einer klassischen Stadtteilbibliothek.
Kulturzentrum in Almagro
Auf dem alten Stadtplan von vor vier Jahren, als ich zum ersten mal in Buenos Aires war, fand ich eine Markierung auf der Avenida Sacramiento. Neugierig machte ich einen Umweg, um zu schauen, welch Schatz sich dort verbirgt. Die bunten Zeiten sind vorbei.
Ja, der Mensch ist die einzige Spezies, die sich selbst und alles auslöschen könnte. Lemminge sind nicht mal annähernd so gefährlich.
Feministische Bewegung für legale, sichere und kostenlose Abtreibung.
Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer, weil der Kampf gegen das Patriarchat erschöpfend ist.
Feministische Bewegung gegen Machos.
Die Spuren Ches verblassen..
Allee oder Dschungel?
Architekturmixtur
Die fiesen Tricks der grauen Männer gegen lebendige Kommunikation der bunten Menschen. Vulkanfarbe auf den Laternenmasten lässt nichts ankleben.
Kind zu sein, heißt zwischen Träumen und Spielen zu leben, ohne zu wissen, wo das eine aufhört und das andere anfängt.

3 Kommentare

  1. Sanja

    Ola!
    Ich fühle mich beschenkt, deine Worte und Bilder zu lesen. Danke

    Darf ich das ein oder andere Bild weiterleiten? Wenn du willst auch mit Verweis auf Dich. Was denkst du?

    Grüße aus dem heute traurigen grau in grau Regentag in Leipzig.

    S

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  2. Stefan

    Schön, dass du heil angekommen bist und schon so viel erkundet. Hab direkt eine Nachricht bekommen, allerdings nur eine (richtiger tag?). Schöne Bilder! Weiter viel Spaß und Spannung!

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