Mittags steht die Sonne im Norden

Im Osten geht die Sonne auf, im Westen geht sie unter. Ganz normal. Mittags steht sie im Norden. Na klar.

Ich sitze auf dem Balkon von Juans Wohnung, trinke Kaffee, schaue auf eine üppig grüne Platana und komme langsam in Buenos Aires an, während unter mir Autos, Taxis, Busse und Mopeds die Hauptstraße entlang knattern, Presslufthammer die Lücken füllen und Menschen unter der Platane über den kleinen dreieckigen Platz, auf dem ein Kinderkarussel ruht, ihrer Wege gehen.

Krassomatico, ich bin in Südamerika. Im Frühling. Der entspannte Anfang einer spannenden Reise.


Von Leipzig mit dem Zug durch die sächsische Schweiz nach Prag. Mit dem Flugzeug nach Stockholm, nach London, nach Buenos Aires. (Korrigiere: im Dreamliner durch die Nacht geschwebt, drei Sitze zum Hinlegen, über den Wolken von und nach Südamerika geträumt, yeah 🙂

(Über den ökologischen Fussabdruck schweige ich dezent an dieser Stelle 😉 Mit dem Bus und der SUPTE zu Juan, der mich in sein offenes Heim einlädt und mir ein wunderbar einfaches Zimmer anbietet. Was braucht es mehr als ein Bett und einen Freund im Haus?
Ja, klar, der Balkon ist grandios, ich fühle mich wie eine Göttin in Frankreich. Oder eine etwas übermüdete Reisende. Hihi.

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